Gold
Gold selbst gilt seit langer Zeit als Symbol innerer Erleuchtung. Es steht für das Edle, Überlegene, das Unzerstörbare, aber auch für die Reinheit der Seele. Die physikalischen Eigenschaften des Goldes machen es in der Tat zu einem ganz besonderen Material. Es verflüssigt sich bei 1064,4°C und siedet bei 3080°C.
In grauer Vorzeit galt das Gold als ein Geschenk der Götter. Sein kosmischer Vater ist die Sonne. Das Gold war heilig, sein Besitz dem gewöhnlichen Menschen verboten. In der Frühzeit der menschlichen Kulturen durfte Gold nur zur Herstellung von Tempelgeräten und von königlichen Trink-, Speise- oder Schmuckgegenständen verwendet werden. Die Könige der Frühzeit aber waren göttlicher Abkunft oder Priesterkönige.
In der Natur kommt Gold gediegen (als Metallklumpen oder Nugget) oder im Gestein verborgen vor. Goldhaltiges Gestein enthält das Metall in einem Verhältnis von etwa 1:300'000.
Aus einer Unze Gold (etwas mehr als 30 Gramm) kann ein 100 Kilometer langer Draht gezogen werden. Es ist so dehnbar, daß eine Folie von nur 1/10000 Millimeter Dicke daraus gefertigt werden kann, so dünn, daß Licht es mühelos durchdringt.
Seiner großen Dehnbarkeit entspricht seine geringe Härte. Da es für viele Verwendungszwecke zu weich wäre, wird es mit anderen Metallen verbunden (legiert), z.B. Silber, Kupfer oder Zink. In Rotgold ist Kupfer, in Weißgold sind Anteile von Palladium und Zink enthalten.
Der Feingehalt an Gold wird entweder in Karat angegeben; reines Gold hat 24 Karat; oder als sogenannter Feingehalt: 333er Gold enthält ein Drittel des edlen Metalles; 585er Gold ist für Schmuck gebräuchlich; in der Schweiz wird hauptsächlich 750er Gold verarbeitet, 900er Gold wird für Münzen verwendet.
Gold widersteht allen Natureinflüssen. Säuren und Laugen (mit Ausnahme des sog. Königswassers, einer Mischung aus konzentrierter Salz- und Salpetersäure im Verhältnis 3:1) können dem Metall nichts anhaben. Es geht unter normalen Bedingungen keinerlei chemische Verbindungen ein. So oxidiert es auch nicht. In der Erde vergraben, behält es über Jahrhunderte und Jahrtausende seinen Glanz. Daher war das Gold ein archetypisches Symbol der Unsterblichkeit.
Psychologisch symbolisiert Gold Werte von höchster Kostbarkeit, und zwar Ganzheit und Vollständigkeit. Goldfunde und Goldgeschenke im Traum haben meist die äußerst positive Bedeutung des Gewinns von großen Erkenntnissen und von Bewußtseinserweiterung.
Astrologisch wird das Gold dem Sternzeichen Löwe, aber auch den Zeichen Stier, Zwilling und Waage zugeordnet.
Gelbgold
Gold wird fast immer mit anderen Metallen legiert, welche ihm Härte, Widerstandsfähigkeit oder eine besondere Farbe verleihen.
Am häufigsten in Gebrauch ist Gelbgold, das etwa gleiche Beimengungen von Silber und Kupfer enthält. Gelbgold zeichnet sich durch seine schöne warme Farbe aus.
Rotgold
Gold mit einer Kupferbeimischung, die ihm eine rötliche Farbe verleiht.
Weissgold
Hellfarbene Goldlegierung mit einer Beimischung von Kupfer, Palladium oder anderen Platinmetallen, seltener auch Zink.